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Grundlagen

Menschenrechtsbildung

Die Vertragsstaaten stimmen darin überein, dass die Bildung des Kindes darauf gerichtet sein muss, ... das Kind auf ein verantwortungsbewusstes Le ben in einer freien Gesellschaft im Geist der Verständigung, des Friedens, der Toleranz, der Gleichberechtigung der Geschlechter und der Freund schaft zwischen allen Völkern und ethnischen, nationalen und religiösen Gruppen sowie zu Ureinwohnern vorzubereiten. Artikel 29, Übereinkommen über die Rechte des Kindes, 1989

Was ist Menschenrechtsbildung mit Kindern?

Ziel der Menschenrechtsbildung ist die Schaffung einer Kultur der Menschenrechte. Das Fundament des pädagogischen Prozesses ist die aktive Beteiligung der Kinder, durch die sie über Menschenrechte lernen, Menschenrechtsprobleme verstehen, Fertigkeiten und Fähigkeiten zur Verteidigung der Menschenrechte erwerben und Einstellungen entwickeln, die durch die Achtung von Gleichheit und Würde geprägt sind.

Menschenrechtsbildung sollte daher in allen Bildungsprozessen eine Schlüsselrolle einnehmen. Das Übereinkommen über die Rechte des Kindes (KRK) der Vereinten Nationen bietet ein unschätzbares Instrument, um Kinder an die Menschenrechte heranzuführen. Die KRK konkretisiert diejenigen Menschenrechte, die für Kinder von Bedeutung sind. Durch das Wissen über Kinderrechte und ihre praktische Erfahrung damit lernen Kinder verstehen, worum es bei den Menschenrechten geht, dass sie selbst diese Rechte haben und wie sie diese Rechte in ihrer jeweiligen Situation anpassen und anwenden können. Dies ist das Hauptziel der Menschenrechtsbildung mit Kindern. Darüber hinaus werden die Kinderrechte in Compasito im übergreifenden Kontext der Menschenrechte insgesamt dargestellt. Somit werden Kinderrechte als universelle Menschenrechte vermittelt, um Lernsituationen zu schaffen, in denen Kinder, die sich über ihre eigenen Rechte informieren, zugleich auch lernen, dass die Menschenrechte für alle Menschen gelten.

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...und demokratiepolitische Bildung

Menschenrechte sind für demokratische Entwicklung und demokratiepolitische Bildung unverzichtbar. Mehrere soziale und politische Tendenzen der letzten Zeit sowohl in Europa als auch anderswo in der Welt, wie zum Beispiel wirtschaftliche Verflechtungen, Rassismus, Terrorismus, Politikverdrossenheit, wachsende soziale Kluften oder die Medialisierung der Politik, stellen die Grundlagen einer Kultur des Friedens und der Menschenrechte in Frage und gefährden damit die demokratische Stabilität. Deshalb haben im letzten Jahrzehnt Menschenrechtsbildung und demokratiepolitische Bildung für Regierungen und mehr noch für Nichtregierungsorganisationen eine hohe Priorität gewonnen. Menschenrechtsbildung und demokratiepolitische Bildung gehen Hand in Hand, ihr Ziel ist Bildung für ein Leben in der Demokratie. In beiden Bildungsformen eignen sich junge Menschen Kenntnisse an und entwickeln grundlegende Wertvorstellungen und Fertigkeiten. Demokratiepolitische Bildung stellt das „Kind als Bürgerin/ Bürger“ in den Mittelpunkt und bildet Kinder zu aktiven und verantwortlichen Mitgliedern ihrer Gemeinschaften aus. Menschenrechtsbildung hebt hingegen auf den Menschen ab und wirbt für Gleichheit, Menschenwürde, Partizipation und Empowerment aller. Zur Menschenrechtsbildung gehören demokratische Schlüsselthemen, und demokratiepolitische Bildung gründet auf den Werten der Menschenrechte. Bei allen Unterschieden dienen beide Ansätze der Entwicklung von Demokratie, Menschenrechten und Frieden.

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