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Frieden

...und menschliche Sicherheit

Eine Kultur des Friedens wird erreicht sein, wenn die BürgerInnen der Welt globale Probleme verstehen und über die Fähigkeit verfügen, Konflikte konstruktiv zu lösen, wenn sie in den Genuss internationaler Standards der Menschenrechte kommen und die Gleichberechtigung der Geschlechter und Völker verwirklicht ist; wenn kulturelle Vielfalt geschätzt wird, wenn die Unversehrtheit der Erde respektiert wird. Dieser Prozess kann nicht ohne planvolle, langfristige und systematische Erziehung zum Frieden vonstatten gehen.Haager Friedensappell Globale Kampagne zur Friedenserziehung

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Einführung

Der Aufbau einer solchen Kultur der Menschenrechte ist eine Voraussetzung für Frieden. Krieg und Gewalt führen unausweichlich zur Verweigerung von Menschenrechten; Frieden und Sicherheit sind erst dann nachhaltig und dauerhaft zu erreichen, wenn alle Menschenrechte verwirklicht sind.
Im 21. Jahrhundert ist Europa zwar relativ frei von Krieg, aber es ist nicht frei von Konflikten, von denen Kinder direkt betroffen sind. Einige Regionen auf dem Balkan und im Kaukasus sind von bewaffneten Konflikten bedroht. Weil die Welt vernetzt ist, haben bewaffnete Konflikte in weit entfernten Ländern wie Afghanistan oder dem Irak Auswirkungen in Europa, so wie es zum Beispiel in Madrid und London der Fall war. Auch nichtmilitärische Bedrohungen des Friedens und der Sicherheit nehmen zu: Dürre, Krankheiten, Armut, Hunger, Rassismus und Intoleranz sind alle sowohl Ursachen als auch Wirkungen von Konflikten.

In absoluten Zahlen war das 20. Jahrhundert der historische Zeitabschnitt mit dem größten Ausmaß an Gewalt und mehr Opfern als alle vorherigen Jahrhunderte zusammen. Einige Konflikte wie zum Beispiel der Erste und der Zweite Weltkrieg erfassten den gesamten Planeten und legten einen Großteil Europas in Schutt und Asche. Andere Konflikte waren regionaler Natur (z. B. interne Konflikte in Spanien, Zypern, Griechenland und Irland). In Europa endete das zwanzigste Jahrhundert mit Kriegen im ehemaligen Jugoslawien und im Kaukasus.

In unserer immer stärker technisierten und globalisierten Welt haben sich die Konflikte enorm verändert, aber noch immer gibt es zu viele Opfer unter der Zivilbevölkerung, darunter auch Kinder. Die meisten Flüchtlinge auf der Welt sind Kinder, viele von ihnen fliehen vor bewaffneten Konflikten in ihren Herkunftsländern. Darüber hinaus werden weltweit mindestens eine halbe Million Mädchen und Jungen unter achtzehn im Krieg ausgebeutet, sei es direkt als Kämpfer, sei es zum Legen von Minen oder Sprengladungen oder als Helfer. Die Auswirkungen von Krieg auf Kinder sind verheerend und tiefgreifend, sie werden an Körper und Seele verletzt und ihre Familien und Gemeinschaften werden zerstört.

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Was ist menschliche Sicherheit?

Menschliche Sicherheit ist ein relativ neues Konzept, das die gegenseitige Bedingtheit von Gewalt und Benachteiligungen jeglicher Art aufgreift. Dabei geht es um den Schutz von Einzelnen und Gemeinschaften sowohl vor direkter Bedrohung durch körperliche Gewalt als auch vor indirekten Bedrohungen, die aus Armut und anderen Formen sozialer, wirtschaftlicher oder politischer Ungleichheit, aber auch aus Naturkatastrophen und Krankheit erwachsen. Auch ein Land, das nicht durch einen Angriff von außen oder innere Konflikte bedroht ist, kann unsicher sein, zum Beispiel wenn es nicht in der Lage ist, Rechtsstaatlichkeit aufrechtzuerhalten, wenn große Bevölkerungsgruppen durch Hunger vertrieben oder durch Krankheit dezimiert werden oder wenn das Volk seine überlebensnotwendigen Grundbedürfnisse nicht befriedigen kann.

Menschliche Sicherheit fördert Menschenrechte, weil sie sich gegen Situationen richtet, die eine schwere Bedrohung der Menschenrechte darstellen, und weil sie die Entwicklung von Systemen fördert, durch die Menschen die Bausteine für ihr Überleben, ihre Würde und ihre Grundfreiheiten erhalten: Freiheit von Not, Freiheit von Furcht und Freiheit, im eigenen Interesse zu handeln. Diesem Zweck dienen zwei allgemeine Strategien: Schutz und Empowerment. Durch Schutz werden Menschen vor direkten Gefahren beschirmt, aber es wird auch versucht, Normen, Verfahren und Einrichtungen zu entwickeln, die die Sicherheit aufrechterhalten. Durch Empowerment werden Menschen befähigt, ihr Potenzial zu entwickeln und sich in vollem Umfang an Entscheidungen zu beteiligen. Schutz und Empowerment verstärken sich gegenseitig und in den meisten Situationen ist beides erforderlich.

2003 erschien unter dem Titel „Human Security Now“ der Bericht einer Sonderkommission der Vereinten Nationen zur menschlichen Sicherheit, in dem wichtige Aufgaben für die Erlangung und Aufrechterhaltung menschlicher Sicherheit umrissen werden:

  • Schutz von Menschen in gewaltsamen Konflikten, einschließlich der Verbreitung von Waffen
  • Schutz und Empowerment von Migrantinnen und Migranten, ob sie nun auswandern, um ihre Lebensbedingungen zu verbessern, oder ob sie gezwungen sind zu fliehen, um sich selbst vor Konflikten oder schweren Menschenrechtsverletzungen in Sicherheit zu bringen
  • Schutz und Empowerment von Menschen in Nachkriegssituationen, einschließlich des komplexen Wiederaufbaus vom Krieg zerrütteter Gesellschaften
  • Förderung wirtschaftlicher Sicherheit durch die Einhaltung von Mindeststandards überall und die Befähigung der Menschen, sich von Armut zu befreien
  • Förderung des universellen Zugangs zu medizinischer Basisversorgung, insbesondere Bekämpfung weltweit verbreiteter Infektions- und anderer Krankheiten, armutsbedingter Bedrohungen und gewaltbedingter Gesundheitsprobleme
  • Empowerment aller Menschen durch universelle Grundbildung
  • Verdeutlichung der Notwendigkeit einer globalen menschlichen Identität bei gleichzeitiger Achtung der Freiheit des Einzelnen, verschiedene Identitäten und Zugehörigkeiten zu haben

FRAGE: Welche Faktoren bedrohen die Sicherheit Ihrer Gemeinschaft? Wie destabilisieren sie die Gesellschaft? In welcher Weise sind die Kinder, mit denen Sie arbeiten, von dieser Unsicherheit betroffen?

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Frieden als menschliche Sicherheit

Frieden ist nicht nur die Abwesenheit von Krieg und Gewalt, sondern stellt eine Form des Zusammenlebens dar, in der alle Mitglieder der Gesellschaft ihre Menschenrechte verwirklichen können. Auch wenn Frieden kein formal kodifiziertes Menschenrecht ist, wird er als unverzichtbares Element für die Verwirklichung der Menschenrechte anerkannt und gehört zur dritten Generation der Menschenrechte, den sogenannten Solidarrechten. Diese Rechte betreffen nicht so sehr den einzelnen Menschen als vielmehr ganze Gesellschaften oder Gruppen. Zu ihnen gehören Rechte wie das Recht auf Frieden, auf nachhaltige Entwicklung, auf Kommunikation oder die Teilhabe am gemeinsamen Erbe der Menschheit. Frieden ist auch ein Ergebnis der Menschenrechte: Je mehr eine Gesellschaft die Menschenrechte ihres Volkes fördert, schützt und verwirklicht, desto größer sind ihre Chancen, die Gewalt zu zügeln und Konflikte friedlich zu lösen.

Im Gefolge von UNESCO verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen 1999 die Erklärung über eine Kultur des Friedens. Darin wird anerkannt, dass alle Mitglieder der Gemeinschaft, zum Beispiel Eltern, Lehrkräfte, PolitikerInnen, JournalistInnen, religiöse Körperschaften, Intellektuelle, Institutionen der Zivilgesellschaft, WissenschaftlerInnen, Kreative und KünstlerInnen, medizinisches Personal, SozialarbeiterInnen, ManagerInnen verschiedener Ebenen und Nichtregierungsorganisationen, für die Förderung einer Kultur des Friedens Verantwortung tragen.

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Interkultureller und interreligiöser Dialog

Der interkulturelle Dialog, die älteste und elementarste Form des demokratischen Gesprächs, ist ein Gegengift gegen Zurückweisung und Gewalt. Er soll uns zum friedlichen und konstruktiven Zusammenleben in einer multikulturellen Welt befähigen und dazu, Gemeinschaftssinn und ein Gefühl von Zugehörigkeit zu entwickeln.Der interkulturelle Dialog und der Europarat, www.coe.int/t/dg4/intercultural/default_en.asp

Durch zunehmende Migration, die Auswirkungen der Globalisierung und die Fortschritte der Informations- und Kommunikationstechnologie werden die Menschen heute immer mobiler. Infolgedessen ist die kulturelle Vielfalt zu einem Hauptkennzeichnen aller europäischen Länder geworden. Diese Vielfalt ist zwar ein großer Reichtum für unsere Gesellschaften, doch birgt sie auch neue gesellschaftliche und politische Herausforderungen. Wenn die Identitätsfrage immer entscheidender wird, „können Klischees, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz, Diskriminierung und Gewalt den Frieden und das Gefüge staatlicher und lokaler Gemeinschaften bedrohen.“1 Die negativen Folgen solcher Erscheinungen reichen von gesellschaftlicher Ausgrenzung in der Gemeinde bis hin zu internationalen Konflikten. Der interkulturelle Dialog ist ein unverzichtbares Instrument, um diese Entwicklungen zu bekämpfen, das Zusammenleben zu lernen und Gemeinschaftssinn und ein Gefühl von Zugehörigkeit zu entwickeln.
„Der interkulturelle Dialog ist ein offener und respektvoller Meinungsaustausch zwischen Einzelpersonen und Gruppen, die verschiedenen Kulturen angehören, und er führt zu einem tieferen Verständnis der Weltsicht des anderen.“2 Besonders wichtig ist die Anerkennung der Rolle, die religiöse Gemeinschaften in diesem Prozess der Identitätsbildung spielen, und die Anregung des interreligösen Dialogs zur Überwindung von Klischees über die Religion und von Diskriminierung auf allen gesellschaftlichen Ebenen.

FRAGE: Gibt es in Ihrer Gemeinde unterschiedliche religiöse Gemeinschaften, die das Zusammenleben der Menschen beeinflussen? Sind Kinder, mit denen Sie arbeiten, von Konflikten betroffen, die aus religiösen Unterschieden erwachsen?

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Friedensbildung

War Friedensbildung ursprünglich auf die Beseitigung der Gefahr weltweiter Ausrottung durch einen Atomkrieg gerichtet, so dient sie heute einem umfassenderen Ziel: dem Aufbau einer Kultur des Friedens. Dabei wird versucht, die Ursachen von Konflikten, wie zum Beispiel die Armut und alle Formen der Diskriminierung, zu verstehen und zu beseitigen und die Fähigkeit zur Konfliktbearbeitung zu vermitteln.

Friedliche Konfliktlösung ist keine angeborene menschliche Eigenschaft, sondern eine Kompetenz, die von klein auf gelernt und geübt werden muss. Wie Mahatma Gandhi sagte: „Wenn wir in der Welt Frieden schaffen wollen, dann müssen wir bei den Kindern anfangen.“3

… die Bildung des Kindes [muss] darauf gerichtet sein … das Kind auf ein verantwortungsbewusstes Leben in einer freien Gesellschaft im Geist der Verständigung, des Friedens, der Toleranz, der Gleichberechtigung der Geschlechter und der Freundschaft zwischen allen Völkern und ethnischen, nationalen und religiösen Gruppen sowie zu Ureinwohnern vorzubereiten.Übereinkommen über die Rechte des Kindes, Artikel 29 d

Konflikte erfährt ein Kind normalerweise mit anderen Kindern, Eltern, Lehrenden und anderen Erwachsenen. Konflikte an sich sind nichts Negatives oder Schädliches, normalerweise können sie minimiert und bereinigt werden. Dagegen mündet Gewalt, der aggressive Einsatz körperlicher Kraft oder die missbräuchliche Ausübung von Macht, immer in Verletzung und Zerstörung. Deshalb hat die Gesellschaft für den Umgang mit Konflikten viele gewaltfreie Methoden entwickelt, beispielsweise Verhandlungen oder andere kooperative Ansätze, die zu Kompromissen und Vereinbarungen führen, von denen beide Seiten profitieren (Win-win-Lösungen). Zu lernen, wie man Konflikte löst und Gewalt vermeidet, ist ein wichtiger Sozialisationsprozess für jedes Kind.

FRAGE: Wie reagieren die Kinder, mit denen Sie arbeiten, in der Regel auf Konflikte? Können Sie ihnen vermitteln, wie man Konflikte besser bearbeitet und löst?

In der Friedensbildung werden Wissen, Fertigkeiten, Einstellungen und Werte vermittelt, die notwendig sind, um Verhaltensänderungen herbeizuführen, durch die Kinder, Jugendliche und Erwachsene befähigt werden, Konflikte und offene oder strukturelle Gewalt zu verhindern, Konflikte friedlich zu lösen und Bedingungen zu schaffen, die dem Frieden dienen, ob zwischen Einzelnen oder Gruppen, auf staatlicher oder internationaler Ebene. Durch Friedensbildung wird das Selbstwertgefühl von Kindern gesteigert, werden ihre Problemlösungsfähigkeiten entwickelt und riskantes Verhalten vermieden.

Bei den Vereinten Nationen wird die Friedensbildung vor allem durch UNICEF und UNESCO gefördert. UNICEF beschreibt Friedensbildung als Unterricht und andere pädagogische Initiativen,

  • als „Friedenszonen“ fungieren, wo Kinder vor gewaltsamen Konflikten sicher sind
  • die Grundrechte der Kinder hochhalten, wie sie in der KRK niedergelegt sind
  • ein Klima entwickeln, in dem sich alle Mitglieder der Lerngemeinschaft untereinander friedlich und respektvoll verhalten
  • die in Verwaltungspolitik und -praxis die Prinzipien der Gleichberechtigung und Nichtdiskriminierung demonstrieren
  • auf das in der Gemeinschaft vorhandene Wissen über Friedenskonsolidierung zurückgreifen, unter anderem auf Instrumente der Konfliktbearbeitung, die wirksam, gewaltlos und in der lokalen Kultur verankert sind
  • im Umgang mit Konflikten die Rechte und Würde aller Beteiligten respektieren
  • wo immer möglich das Verständnis von Frieden, Menschenrechten, sozialer Gerechtigkeit und globalen Fragen in den Lehrplan integrieren
  • ein Forum für die direkte Diskussion über Werte des Friedens und der sozialen Gerechtigkeit bieten
  • Unterrichts- und Lernmethoden einsetzen, bei denen Wert auf Partizipation, Problemlösung und die Achtung von Unterschieden gelegt wird
  • Kinder befähigen, sowohl im schulischen Bereich als auch im weiteren Umfeld der Gemeinschaft praktisch Frieden zu stiften
  • Gelegenheiten zu ständiger Reflexion und beruflicher Weiterentwicklung aller Pädagoginnen und Pädagogen über Themen des Friedens, der Gerechtigkeit und der Menschenrechte schaffen4

Die Arbeit von UNESCO richtet sich zum großen Teil auf die Förderung der Bildung für Frieden, Menschenrechte und Demokratie. Seit Anfang der 1990er-Jahre fördert UNESCO das Konzept der Bildung für eine „Kultur des Friedens“ mit dem Ziel, „durch die Entwicklung einer Friedenskultur, die auf den universellen Werten der Achtung von Leben, Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität, Toleranz, Menschenrechten und Geschlechtergerechtigkeit zwischen Frauen und Männern beruht, eine neue Vision von Frieden zu schaffen und die Bildung und Forschung für diese Vision zu fördern“.5

Friedensbildung ist ein wichtiger Teil der verschiedenen Bildungsfelder zur Förderung der Menschenrechte und der Kultur des Friedens und der Demokratie.

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Relevante Menschenrechtsinstrumente

Europarat

In der Präambel zur Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) wird die tief greifende Beziehung zwischen Frieden und den Menschenrechten bekräftigt. Es wird festgestellt, dass die Grundfreiheiten

…die Grundlage von Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bilden und […] am besten durch eine wahrhaft demokratische politische Ordnung sowie durch ein gemeinsames Verständnis und eine gemeinsame Achtung der diesen Grundfreiheiten zugrunde liegenden Menschenrechte gesichert werden.

Artikel 5 der EMRK garantiert jeder Person menschliche Sicherheit, insbesondere gegen Eingriffe des Staates in Form von Verhaftung und Inhaftierung. Der Europarat fördert Toleranz, Frieden und gegenseitiges Verständnis zwischen den Menschen durch verschiedene Aktivitäten, unter anderem Menschenrechtsbildung, demokratiepolitische Bildung und den Dialog zwischen Kulturen und Religionen. 2007 veröffentlichte der Europarat ein „Weißbuch zum interkulturellen Dialog“, eine schlüssige Politik zur Förderung des interkulturellen Dialogs in Europa und zwischen Europa und den benachbarten Regionen.

Vereinte Nationen

Die Vereinten Nationen wurden 1945 gegründet, um „künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren“, „unseren Glauben an … Würde und Wert der menschlichen Persönlichkeit, an die Gleichberechtigung von Mann und Frau … erneut zu bekräftigen“, „Bedingungen zu schaffen, unter denen Gerechtigkeit und die Achtung vor den Verpflichtungen aus Verträgen und anderen Quellen des Völkerrechts gewahrt werden können“, und „den sozialen Fortschritt und einen besseren Lebensstandard in größerer Freiheit zu fördern …“6

Friedensbildung hat sich zu einer Methode entwickelt, um diese Ziele zu erreichen. Es handelt sich um eine Bildung, wie sie in Artikel 26 der  llgemeinen Erklärung der Menschenrechte beschrieben wird, in dem nicht einfach vom Recht auf Bildung die Rede ist, sondern auf eine Bildung, die „auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet“ ist. Sie fördert „Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Völkern und allen ‚rassischen‘ oder religiösen Gruppen“ und unterstützt „die Tätigkeit der Vereinten Nationen zur Aufrechterhaltung des Friedens.“

Die Artikel 38 und 39 des Übereinkommens über die Rechte des Kindes betreffen die Rechte von Kindern in bewaffneten Konflikten. Artikel 38 verlangt „alle durchführbaren Maßnahmen, um sicherzustellen, dass von einem bewaffneten Konflikt betroffene Kinder geschützt und betreut werden“. Artikel 39 fordert die „physische und psychische Genesung und die soziale Wiedereingliederung“ von Kindern, die unter anderem durch Krieg Opfer einer Vielzahl von Misshandlungen geworden sind.

Ein besonderes Anliegen ist der Schutz des Kindes vor dem Kriegsdienst. Artikel 38 verbietet die Beteiligung von Kindern unter fünfzehn Jahren an direkten Feindseligkeiten, doch im Jahr 2000 verabschiedete die Generalversammlung das Fakultativprotokoll betreffend die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten, in dem das Mindestalter auf achtzehn Jahre angehoben wird.

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Nützliche Websites

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